Psychotherapie im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII)

In unserer Praxis bieten wir neben den krankenkassenfinanzierten Psychotherapien zusätzlich ambulante Psychotherapien für Kinder und Jugendliche und deren Familien nach §27 (3) und §35a SGB VIII an und verfügen über den dafür notwendigen Trägervertrag mit dem Senat für Bildung, Jugend und Wissenschaft.

Bei einer Psychotherapie im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes ist es im Gegensatz zu den Therapien über die Krankenkasse möglich, das Bezugspersonensystem intensiv in den therapeutischen Prozess zu intergrieren, da die Therapie in dieser Form ein größeres Stundenkontingent zur Verfügung stellt. So kann ein besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit mit der Schule, der Ausbildungsstelle, dem Elternhaus und ggf. mit anderen Bezugspersonen und -systemen gelegt werden und besser auf die besondere Indikation eingegangen werden. Unser Ansatz zielt auf eine enge Kooperation mit dem gesamten Hilfesystem und Hilfekontext, welche an den jeweils individuellen Therapiefall angepasst werden kann. 

Wenn eine Therapie über das Jugendamt finanziert werden soll, müssen Sie diese beim jeweils zuständigen Jugendamt Ihres Wohnbezirks beantragen. Im Vorfeld können Sie sich mit Ihrem Kind (wenn nicht bereits getan) an eine sogenannte Fachstelle wenden, die dann die notwendige Indikation einer psychotherapeutischen Behandlung überprüft.  Diese Fachstellen können die bezirksinternen kinder- und jugendpsychiatrischen Dienste, Erziehungsberatungsstellen oder schulpsychologische Beratungsstellen sein. Wenn diese einen Behandlungsbedarf bei ihrem Kind feststellen, übernimmt in der Regel das Jugendamt die Kosten für die Therapie, die dann in unserer Praxis durchgeführt werden kann. 

 

Selbstverständlich können Sie sich auch direkt an uns wenden. In einem gemeinsamen Erstgespräch werden wir dann das weitere Vorgehen hierzu genauer besprechen.