Psychotherapie - Zwänge

Bei Kindern und Jugendlichen 

Von einer Zwangserkrankung wird dann gesprochen, wenn eine Person bestimmte Dinge immer wieder denken und/oder tun muss, obwohl der Betroffene sich dagegen zu wehren versucht. Beispiele dafür können sein:

  • Zählzwänge
  • Wiederholungszwänge
  • Waschzwänge

Der Betroffene erlebt diese Handlungen oder Gedanken als übertrieben und sinnlos, kann ihnen willentlich jedoch meist nichts entgegensetzen. Beim Versuch eine Handlung zu unterlassen, treten eine starke innere Unruhe und innere Anspannung sowie Angstzustände auf. Nehmen die Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken enorm zu, so bestimmen sie oft den ganzen Alltag. Im Kindes- und Jugendalter kommt es nicht selten vor, dass auch andere Bezugspersonen wie z.B. die Eltern stark in die Symptomatik mit eingebunden werden und teilweise auch Zwangshandlungen für das Kind übernehmen. 

Ohne professionelle Hilfe gelingt es den Betroffenen meist nicht, den Zwang dauerhaft loszuwerden. Zwanghafte Handlungen und Gedanken können extrem viel Zeit in Anspruch nehmen und alltägliche Abläufe verkomplizieren oder gar unmöglich machen. Folgend treten oft familiäre und schulische Probleme auf.